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Tom meets Zizou meets me
»Tom meets Zizou | Kein Sommermärchen« (Dokumentation, D 2011)

Gestern habe ich mir den Film auf großer Leinwand anschauen können, Tom meets Zizou, es war ein seltsames Treffen. Ich hatte die Trailer gesehen und war seit Monaten voller Vorfreude, vollkommen berechtigt, es ist ein guter Film einer guten Geschichte. Er hinterlässt mich nachdenklich.

Die Langzeitdokumentation von Aljoscha Pause begleitet Thomas Broich durch seine Karriere als Profifußballer, von Wacker Burghausen bis nach Australien, jedoch nicht bis an ihr Ende. Der Film schließt mit dem Finale der australischen A-League 2011, Thomas Broich spielt weiter. Das statt eines wirklichen Endes dramaturgisch gewählte lässt durchatmen, es tut gut, nachdem man dem Mann auf seinem anstrengenden Weg durch die Bundesliga und zu sich selbst folgen musste.

Neben Schweinsteiger, Lahm und Kollegen war Broich lange Zeit ein Hoffnungsträger für die Nationalmannschaft, warum das dann doch nicht geklappt hat, und eben grundsätzlich so vieles schlicht nicht gelingen wollte, das wird im Film klarer, und es wirkt am Ende doch schicksalhaft. Broich schreibt es sich selbst zu – ein bisschen dem nicht ganz ausreichenden Können, ein bisschen seinem Drang zur Selbstinszenierung. Diese Selbstinszenierung ist auch das große Thema des Films, Thomas Broich als der andere Fußballer, als ein Künstler mit sehr eigenem Kopf, Spitzname »Mozart«. Die Selbstinszenierung war über weite Strecken Anker der karrierebegleitenden Medien, sie ist Kern aller Deutungen der Befragten, und sie scheint Rätsel für den Spieler selbst. Man fragt sich ein ums andere Mal erneut, zeigt sich in all dem denn nun eine tatsächlich authentische Haltung, ich bin so und mir ist egal, was ihr denkt, oder ist da jemand in eine Falle getappt, und das einmal gewählte Selbstbild hat sich verselbständigt. Broich deutet das selbst immer wieder an und die Milde, die sich in seinen Rückblicken auf jenen zeigt, der er selbst früher war, zeigt ihn auf sympathische Weise gewillt zu einem ehrlichen Umgang mit sich selbst.

Eine Frage bleibt, und sie bleibt für immer: Wenn es keine Beobachtung geben kann, die das Geschehen nicht auch beeinflusst, wie sehr hat dann der Film selbst und seine Entstehung auch Anteil an dem Geschehen? Die Selbstinszenierung in einem normalen sozialen Kontext ist das eine, aber wie frei kann jemand sein, wenn eine Kamera mitläuft und in wesentlichen Momenten auch immer da sein wird, fördert das nicht noch zusätzlich einen sowieso ausgeprägten Hang zur Darstellung? In einem Interview sagte Aljoscha Pause, er habe Thomas Broich »bei seiner Eitelkeit gepackt«. Ob sich dieser Griff irgendwann löste, bleibt offen.

Kino-Termine des Films, Veröffentlichung auf DVD am 25. November 2011.

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Premiere

Soweit ich mich erinnern kann, habe ich noch kein Video gezeigt, warum das so ist kann ich selbst nur vermuten. Ein Teilgrund mag sein, dass es einfach so unglaublich viele Videos gibt, bei Youtube und in den Mediatheken der Sender, und weil schon die Wahl eine Aussage wäre, der ich mich hier und im Bezug auf bewegte Bilder verweigere. Vielleicht aber auch, weil das anderswo schon umfangreich und sehr gut gemacht wird, zum Beispiel bei FANartisch oder El Fútbol.

Mit diesem Video hier ist es anders, das muss irgendwie, ich habe mich sofort verliebt und kann nicht vorbeigehen. Und ein bisschen ist solch ein Zeigen ja auch eine Inbesitznahme, wie ein Buch, das man sich ins Regal stellt, oder eine DVD. Jetzt also das erste Video hier, es ist ein bisschen seltsam, und sehr schön …

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Zugriff auf Schnucki

Es gibt Dinge, die mir im Fußball rätselhaft bleiben, seltsamerweise wachsen sie nach. Momentan sind es zwei besondere Begriffe, die mich verwirren, und sie tun es aus unterschiedlichen Gründen.

Zugriff

Die Generation der Konzepttrainer hat Ideen mitgebracht, sie taten es wortreich. Wir haben keinen Zugriff bekommen, irgendwann muss ich das zum ersten Mal gehört haben, aber ich erinnere mich nicht, es war sicher Klopp. Es ist immer Klopp, wenn das Spiel neu erfunden wird. Ich erinnere mich nicht an das erste Mal, aber ich erinnere mich an mein Staunen über die Schlüssigkeit dieses Begriffs, den ich niemals zuvor gehört hatte.

Zugriff und Fußball, zumindest in diesem Zusammenhang kannte ich das zuvor nicht, Zugriff und Polizei, das schon eher. Hätte man eigentlich längst drauf kommen können, ist ja viel besser. Schon klar, dass man manchmal nicht ins Spiel kommt, aber das ist was anderes, es fehlt eine wesentliche Komponente: das Kämpferische, nicht ins Spiel kommen, das steckt noch viel zu viel Spiel drin, es mangelt an Freiheitsentzug. Aber jetzt gibt es ihn ja.

Schnucki

Auch mir fehlt der Zugriff, ich begreife die Frauen in meiner Timeline nicht. Zumindest will mir das nicht gelingen, sobald es um Schnucki geht: Es wird über Fußball geredet, fachkundig, und dann taucht aus der Tiefe des Raumes ein besonderer Mann auf, wer auch immer das sein mag, er verweigert sich meiner Recherche. Kein Länderspiel bisher, so viel scheint sicher. Schnucki muss ein Spieler von Bayern München sein, das jedenfalls habe ich mittlerweile erkennen können, nur welcher? Vielleicht ist es Schweinsteiger, oder Müller, manchmal denke ich, es muss Gomez sein, nur um Minuten später zu zweifeln. Vielleicht sind ja sie alle irgendwie Schnuckis, und irgendwann und für eine hat jeder im Kader seine schnuckeligen 15 Minuten, keine Ahnung. Ich müsste mal fragen. Eigentlich keine schlechte Idee: »Wer genau ist eigentlich Schnucki?«

Und während ich auf die Antwort warte, da mache ich mir schon mal Gedanken darüber, wer dieser Hase ist. Auf den habe ich nämlich auch keinen Zugriff.

Update vom gleichen Nachmittag: Weiterlesen →

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Meister Jupp
Bayern München vs. Leverkusen (3:0)

»In München kann man verlieren, die Bayern sind momentan das Maß aller Dinge,« sagt Robin Dutt. Es ist als Fazit gemeint, könnte aber genauso gut Motto seiner Kabinenansprache gewesen sein: Derzeit scheint niemand ernsthaft daran zu glauben, die Bayern besiegen zu können. Zwar hat sich Bayer Leverkusen achtbar geschlagen, »wir haben uns gewehrt, wir sind viel gelaufen und haben uns engagiert«, aber das scheint zu reichen, ein Arbeitsnachweis. Es gibt gute Gründe für die Siege der Bayern, aber Art und Weise bleiben ein Rätsel.

Vielleicht ist auch Fußball viel mehr eine Frage des Glaubens, als manch ein Konzepttrainer das wahrhaben mag, und Jupp Heynckes zwar herausragender Fachmann, Stratege und Fuchs, aber am Ende des Tages vor allem ein guter Entwicklungshelfer – er liefert nicht die Motivation, sondern ihr Saatgut: Das unbedingte Vertrauen in sich selbst. Und das kann man sehen, es spiegelt sich wider in Gesichtern und Attitüde. Jeder Blick, jede Geste und jede Bewegung lassen das uneingeschränkte Wissen um die eigene Kraft erkennen, da ist kein Zweifel zu sehen oder zu spüren, und in solch ausgeprägter Form geht das nur, wenn auch die tatsächlich innere Haltung ohne jeden Zweifel ist. Wer dieser Mannschaft gegenüber tritt, nimmt vor allem ihre Vorfreude wahr auf das Spiel und die kommenden neunzig Minuten, aber das Ergebnis scheint nicht mehr verhandelbar.

Das ist neu. Zwar hat Bayern München regelmäßig die nominell beste Mannschaft. Aber es reicht ja lange nicht aus, zu wissen, dass man gut ist, und dass Technik, Kraft und Strategie gegen die meisten unter den Gegnern ausreichen werden, man muss das auch glauben. Ohne den Glauben wird alles zur These. Auf dem Platz reicht das häufig, um dennoch Spiele zu gewinnen, aber es wirkt immer auch unfrei. Die begleitende Kommunikation erscheint zwar inhaltlich klar, wirkt formal aber oft wie ein Lippenbekenntnis, geht manchmal ins Trotzige, die betonte Selbstsicherheit bleibt unausgelebt. Man spürt den intellektuellen Ansatz auf dem Platz und daneben. In diesem Jahr ist das anders, die beste Mannschaft findet den Weg von der Theorie zur Praxis, von einer Idee zur Realität. Jupp Heynckes ist Vater dieses Prozesses, wie er das angestellt hat, wird man auf keinem Trainerlehrgang erfahren.

Es ist ein faszinierender Wandel, und er ist am besten zu beobachten bei Franck Ribéry. Der Mann ist auch dann noch ein Weltklassespieler, wenn er nicht inspiriert ist, aber in den letzten Spielzeiten konnte man beobachten, dass er zwar aus einem großen Repertoire an technischen Möglichkeiten schöpfen kann, diese aber in der Regel nur planmäßig einsetzte. Das ist häufig gelungen, aber wirkte nicht selten verkrampft, beinahe manisch, als habe er sein Potential auf den Platz zwingen wollen. Heute ist das anders, der Mann hat seine Freiheit wiedergefunden. Nun lässt er das Spiel auf sich zukommen und bewegt sich darin mit einer selbstverständlichen Leichtigkeit, er setzt sich nicht in den Kopf, wie er eine monotone Idee umsetzen könnte, sondern hat ein spürbares Vertrauen in seine Fähigkeit, jede Situation instinktiv meistern zu können, und vielleicht in manchen Momenten auf eine Weise, die für ihn selbst überraschend und nicht vorhersehbar war. Franck Ribéry ist nur das offensichtlichste Beispiel für eine Erneuerung, die jeden der Spieler und die Mannschaft in ihrer Gesamtheit betrifft.

Welch enorme psychologische Kraft solch ein Auftritt hat, erkennt am besten, wer sich die Gegner anschaut: Selbst jene, die mehr wollen, resignieren mit zunehmender Spielzeit, man sieht es an der Körpersprache und in den Gesichtern, am Ende bleibt Ratlosigkeit. Gegen Bayern München wird in diesen Tagen jeder Gegner zu einer Erinnerung an den HSV der letzten Wochen, und jedes Spiel hat den Geschmack von Unausweichlichkeit.

Irgendwann wird es so weit sein, es wird ein Gegentor geben, oder zwei, oder vielleicht tatsächlich ein Spiel auch verloren gehen. Dann wird man einschätzen können, wie fest all das gefügt ist, es könnte ja sein, dass der Zweifel die notwendige Nahrung noch finden kann. Darauf wetten würde ich allerdings nicht.

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Der weltbeste Sohnemann

 

Der Schokoladenpokal ist ein Geschenk meines Sohnes, aber wie ich das mit dem Gravieren anstellen soll, das weiß ich nicht, sagt er, das kannst du ja selbst machen: »Harald Müller ist der beste Fußballer der Welt.« Diesen Pokal hat er schon vor Monaten von seinem Taschengeld besorgt, irgendwann durfte auch ich schon einen Blick darauf werfen, er hatte ihn im Kühlschrank der Mutter gelagert, damit er nicht ranzig wird. Heute hat er ihn mir geschenkt. Für einen Moment stelle ich mir vor, dass ich den Pokal tatsächlich graviere. Vielleicht mit einer heißen Nadel, damit nichts kaputt geht. Ich glaube, ich esse ihn lieber auf.

Mein Sohn mag Fußball nicht besonders, aber er weiß, dass das bei mir anders ist. Manchmal wirft er die Begriffe ein bisschen durcheinander, Punkte oder Tore, Latte oder Pfosten, das war ein Foul! Oder, Papa? Ja, war ein Foul, kann man pfeifen, oder auch nicht. Vor ein paar Jahren war das noch anders. Manchmal sind wir auf den Sanderrasen gegangen und haben ein bisschen rumgekickt, das hat Spaß gemacht, für den einen Nachmittag, oder den anderen. Auch wenn ich der beste Fußballer der Welt sein mag, ein guter Missionar bin ich nicht.

Er ist nun auf eine neue Schule gekommen, viel größer, die Schule und er. Ein paar Tage erst und all das ist noch sehr neu, manchmal glaube ich, dass es viel neuer für mich ist, als für ihn. Seine Selbstverständlichkeiten bewundere ich, und den Mut. Die ersten Male werde ich ihn noch abholen wenn Papawochenende ist, gestern wartete ich also und saß auf den Stufen, rauchte, und dachte nach. Natürlich war ich wieder viel zu früh, es war noch Zeit, an die langen Tage muss ich mich erst gewöhnen. Auf dem Sportplatz hinter dem Gebäude spielten ein paar Jungs Fußball, in der neuen Schule scheinen die Großen mit einem Mal wieder ganz klein. Drei gegen zwei, ich ging rüber und schaute über die Mauer, dann duckte ich mich: Ein bisschen weit weg für meine Augen, aber das war tatsächlich der Sohn, ganz eindeutig. Ich musste schmunzeln, sieh an, in Gedanken gab ich Anweisungen und notierte Wichtiges, versuchte Formen zu finden, die für Anfänger verständlich sein würden, wenn du verteidigst, dann bleib immer zwischen Ball und Tor, dann musste ich lachen. Väter sind immer die weltbesten Trainer, umgekehrt weiß ich das nicht so genau. Ich setzte mich wieder auf meine Stufen, ich war unentdeckt geblieben und wollte es dabei belassen, das Spiel nun ein Hörspiel.

Später dann kam er durch die Halle und aus dem Tor, ganz verschwitzt, und er redete sofort von diesem und jenem, er winkte er ab, als ich ihn fragte, warum denn sein Auge so rot sei. Ich habe einen Ball vor die Birne bekommen, volle Suppe aufs Auge. Ey, da gibt es überhaupt nichts zu grinsen! Das tut weh!

Weiß ich ja, weltbester Sohnemann.

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Selbstanzeige

Alles wird schneller, die Lücken im Spiel werden geschlossen. Dabei lieben die Bildregisseure es doch, in diesen stillen Momenten das Publikum zu zeigen, die Gesichter der Fans. Ich wäre gerne einer der Kameramänner, die nichts anderes machen, als auf die Suche zu gehen nach dem besonderen Augenblick, der erkennbaren Trauer, der Freude, der Schönheit im Gedankenverlorenen. Sie sind alleine, diese Menschen, mit sich und mit ihrem Gefühl beschäftigt, sie sind da.

Aber man hat sie gejagt und erwischt, und nun sind sie gefangen: Ihre Bilder werden auf der Anzeigetafel gezeigt, ich weiß nicht, wie man die heute nennen sollte, Anzeigetafeln gab es früher, da wurden Zahlen getauscht wenn ein Tor fiel, später elektronisch, heute sind es riesige Bildschirme. Die Bilder der Menschen werden also auf Bildschirmen gezeigt und: sie werden zerstört. Denn ganz gleich, wie groß ihre Trauer gewesen sein mag, ihre Freude, ihre Lust, was auch immer es war, es ist verschwunden im gleichen Moment. Wenn sie erkennen, dass sie beobachtet werden, verändern die Menschen sich: Die Rezeption der Rezeption ist ein Ende des Seins.

Der abrupte Wechsel vom Sein zum Erkanntsein, das Winken und Schauen und Staunen, das bin ich und dort, das fasziniert immer wieder. Manchmal frage ich mich, wie echt das gewesen sein mag, was nun weg ist, dabei weiß ich es ja. Ich kenne es selbst, Beobachtung korrumpiert, nur kenne ich es vor allem vom Schreiben.

Wer öffentlich schreibt, will gelesen werden, man muss das wissen, und man muss es vergessen. Denn nur wenn das gelingt, kann man sich selbst gerecht werden im Schreiben, und frei bleiben von jeder Vorstellung einer Erwartung, jener der Anderen und jener eigenen. Leicht ist das nicht, weder per se noch im Detail, denn bei allem Denken muss das Erinnern verlernt werden, Lesende müssen verschwinden und das Wollen neben dem Text, so viele Fallen, und wer fällt, der verliert, in der Regel sich selbst.

Ich habe vergessen, worauf ich hinaus wollte, aber das ist egal: du hast mich entdeckt. Winke, winke.

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Das Manager-Spiel

Eigentlich mag ich Horst Heldt, ich glaube, der ist ein netter Mensch. Er ist klein, aber das ist kein Nachteil, denn wenn er interviewt wird und mit diesem schelmischen Lächeln nach oben schaut, dann habe ich ihn sofort auch irgendwie lieb. Vielleicht bin ich naiv und falle den verinnerlichten Mustern zum Opfer, dieser Niedlichkeitsfaktor Einsachtundsechzig sorgt möglicherweise vor allem dafür, dass ich den Mann unterschätze. Kann sein: Als ich neulich seine Ausführungen über Manuel Neuer las, und wie wohl die Fans auf Schalke auf Neuers Rückkehr reagieren würden, da war ich dann doch überrascht, Horst Heldt bezog Stellung:

»Manuel Neuer war immer ein Schalker Junge, der liebt den Verein, und er hat in all den Jahren, in denen er für Schalke gespielt hat, alles für uns getan. Dass er nun zu dem Entschluss gekommen ist, dass er seine Entwicklung bei den Bayern besser fortsetzen kann, dass darf man ihm nicht vorwerfen. Es wäre doch absurd, gerade jemandem, der sich so sehr für Schalke eingesetzt hat wie Manuel, dafür zu bestrafen, dass er das nicht bis ans Ende seiner Tage tun will. Es kann nicht angehen, dass man gerade durch eine besonders große Liebe unfrei wird. Fußballer sind Profis, Manuel ist einer der charakterstärksten, und ein junger Mann mit einem solchen Potenzial hat alles Recht der Welt, sich zu entwickeln. Lange hat er das auf Schalke getan, dafür bin ich dankbar. Nun tut er es woanders, und dafür wünsche ich ihm alles Gute. Die Fans sind enttäuscht, das ist klar, aber sie wissen auch, was Manuel dem Verein gegeben hat, und dass seine Leistungen und seine Haltung den höchsten Respekt verdienen. Es liegt mir fern, den Leuten irgendetwas vorzuschreiben, wir alle sind erwachsen. Und als erwachsene Menschen wissen wir, wie wichtig Respekt ist, und dass er auch auf dem Fußballplatz, bei aller Emotionalität, niemals vergessen werden darf. Jeder Fan kann für sich entscheiden, wie er reagiert, aber Schalke ist ein Verein mit Herz, und bei unseren Fans sitzt es am rechten Fleck. Ich bin mir sicher, unsere Fans werden das Richtige tun.«

Eigentlich habe ich nur die verlinkten Sätze dort drüben gefunden, aber das heißt nichts, das ist bei mir manchmal so, ich verlege immer mal wieder was. Und dann finde ich es nicht mehr. Aber die anderen Sätze, die müssen irgendwo sein. Zumindest stelle ich mir das so vor, denn wenn diese beiden dann doch die einzigen Sätze waren, dann wäre es anders, und Horst Heldt vielleicht doch nicht so nett, wie ich dachte. Dann wäre er unreflektiert, oder fahrlässig, oder vielleicht auch berechnend, dann könnte man ja beinahe glauben, dass er gerade vor jenem wichtigen Spiel gegen die Bayern eigentlich gar nichts dagegen hatte, wenn es dem gegnerischen Torwart schwer gemacht würde, durch die Fans. Und vielleicht so schwer, dass da was geht.

Ich glaube, ich geh noch mal suchen, nach den verlorenen Sätzen.

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