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Dass die nette Frau Müller-Hohenstein jeden um den Finger wickelt, nur Herrn Lehmann-Hyde nicht, das ließ ihr Gesicht kurz verrutschen. #tv

Veröffentlicht von: Harald Müller | Unterhaltung: Kommentare deaktiviert | Kategorie: Kurz | Schlagwörter:

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Ja ist Labbadia denn Doll?

In dem Gerangel um Platz drei spielen, mit gutem Willen, noch eine Handvoll Mannschaften eine Rolle. Erstrebenswert ist das für jeden, wirklich wichtig nur für Leverkusen und Bremen. Hier ist eine solche Platzierung nicht Ausnahmezustand, sondern in der wirtschaftlichen Kalkulation eine feste, wenn auch heimliche, Größe.

Für jeden Trainer muss es schwer sein, ein solches Ziel nah vor Augen zu haben, und gleichzeitig sich und die Mannschaft frei machen zu sollen von jedem Gedanken an die fußballerische Bronzemedaille, und wie sie sich in der Kasse zu Gold verwandeln wird. Aber manche haben es leichter: Magath schaut nach oben; Heynckes genießt die Freiheit dessen, der nichts mehr beweisen muss; Schaaf ist nahezu unantastbar in Verein und Öffentlichkeit; Jürgen Klopp hat schon in der letzten Saison Dortmund aus dem Tal der Tränen geholt und in diesem Jahr in Schlagdistanz zur Spitze geführt, alles wird gut, auch wenn es diesmal nicht klappt, das wird er weggrinsen.

Schlimmer sieht es da schon für Labbadia aus. Im Grunde schon jetzt nahezu chancenlos bräuchte er diesen dritten Platz dringend, um seinen schweren Stand zu stabilisieren. Setzt er sich erneut nicht durch, läuft er Gefahr, dem Schema Thomas Doll zu folgen: Stark beginnen, stark nachlassen, neuer Verein. Heute also spielt Hamburg daheim gegen Mainz 05. Die hatte Klopp einst trainiert; mit einem Lächeln, das auch sein Nachfolger Tuchel beherrscht.

Anpfiff.

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Die Rückkehr der glorreichen Sieben

Der Bundestrainer spricht ein Machtwort: »Vielleicht«. Ob nun Jogi Löw dem öffentlichen Druck nachgegeben hat oder tatsächlich glaubt, dass Kevin Kuranyi eine zweite Chance verdient, fest steht: Kuranyi ist dabei, vielleicht, und mit ihm auch zahlreiche Gedankenspiele in Land und Trainer, denn so ein kleines »vielleicht« geht ja immer. Mats Hummels, Holger Badstuber, es werden viele Namen mit neuem Wert gehandelt werden. Im Guten wie im Schlechten. Denn der Kopf ist rund, damit das Umdenken seine Richtung ändern kann: Wenn Kuranyi aus dem Nirwana zurückkehren kann, dann können auch sicher geglaubte dorthin verschwinden: Thomas Hitzlsberger beispielsweise hat sich noch nicht erholt von seinem Stuttgarter Abstieg, den könnte man in Frage stellen, was ist mit Thorsten Frings? Vielleicht.

Bis zum 6. Mai will sich der Bundestrainer Zeit nehmen, um seinen vorläufigen Kader der Öffentlichkeit vorzustellen. Selbst dann bleibt noch ein sehr langes Wochenende bis zur offiziellen Meldung an die FIFA. Kann ja immer mal was passieren, an solch einem Wochenende, man weiß das ja nie. Zumindest seit Jogi Löw Flexibilität zum Programm erhoben hat.

Man könnte glauben, dass ist gut so. Weil es Raum lässt für Hoffnung, Spieler (und ihre Fans) dürfen nun länger daran glauben, dass es bis zur letzten Minute eine Chance gibt, Weltmeisterschaft, so oft geht das ja nicht, in einer Karriere, einem Leben. Aber es werden anstrengende Wochen, in denen diese Konkurrenz gepflegt wird. Abzuwarten bleibt, ob eine solch lange Zeit der Ungewissheit und des Kampfes um die Teilnahme nicht zu viel kaputt machen wird in einem Mannschaftsgefüge, dass sich nach dem 1. Juni ja erst finden darf.

Dreißig Menschen, die länger mit einem Traum leben dürfen. Für sieben Menschen wird er platzen, am 1. Juni, wenn das endgültige Kader an die FIFA gemeldet wird.

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