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Und kaum sagt der Kom­men­ta­tor, er »habe keine Angst um Ham­burg«, hören die auf zu spie­len. Klare Sache: Hol­ger Pfandt ist Schuld. #hsv

Veröffentlicht von: Harald Müller | Unterhaltung: Kommentare deaktiviert | Kategorie: Kurz | Schlagwörter:

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Und nou?

Foto: Copy­right © 2009 by kra­wal­lo²

Inter Mai­land mag sich ins Finale gemau­ert haben, aber was ist schon gegen soli­des Hand­werk zu sagen? Mourinho ist es gelun­gen, den Spa­ni­ern suk­zes­sive das Rot aus den Tri­kots zu steh­len, und mit einem Mal stand diese Mann­schaft von Künst­lern im Blau­mann da. Von der Edel­ar­chi­tek­tur zum Abbruch­un­ter­neh­men. Die Mauer muss weg, aber wie?

Guar­dio­las tak­ti­scher Ansatz schien redu­ziert auf »wei­ter so« und Gott­ver­trauen. Aber Messi hatte Pause an die­sem Abend. Und so rann­ten sie ein ums andere Mal um die Ita­lie­ner herum, von links nach rechts, von rechts nach links, über weite Stre­cken hatte man den Ein­druck, einem Hand­ball­spiel zuzu­se­hen. Nur der Kreis hatte Ecken.

Hei­ner Brand hätte Guar­diola eine Emp­feh­lung geben kön­nen: Wenn es mit dem Kreis­läu­fer nicht passt, dann ver­such es aus der zwei­ten Reihe; wenn die abge­deckt wird, spiel über die Außen. Aber Außen, das fin­det ja nicht mehr statt im moder­nen Fuß­ball. Viel­leicht hätte an die­sem Abend nur Rüdi­ger Abram­czik den FC Bar­ce­lona ret­ten kön­nen.

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Der Workaholić

Foto: Copy­right © 2009 by jupp137

Wäh­rend der Sai­son­vor­be­rei­tung ging es damals regel­mä­ßig um den Park, drei Run­den. In der ers­ten Runde machte ich ein biss­chen mehr Tempo, damit ich mich für die zweite Runde in die Büsche schla­gen konnte. Wäh­rend ich dort also saß und eine Ziga­rette rauchte, konnte ich die Jungs beob­ach­ten und Tho­mas. Tho­mas lief grund­sätz­lich vor­ne­weg und regel­mä­ßig am Limit. Gegen Ende der zwei­ten Runde machte er dann eine kurze Pause um sich zu über­ge­ben, danach ging es wei­ter. Ers­ter wurde Tho­mas nie.

Immer, wenn ich Ivica Olić sehe, muss ich an Tho­mas den­ken. Olić ist kein Stra­tege, er spart sich nicht auf für den einen rich­ti­gen Moment – für ihn ist jeder Moment rich­tig. Er gibt von der ers­ten Minute an alles, und für jede wei­tere Minute. Wenn 50.000 Men­schen im Sta­dion erken­nen, dass ein Ball uner­reich­bar ist, und Mil­lio­nen an Bild­schir­men, die­ser eine läuft den­noch hin­ter­her. Man kann ja nie wis­sen. Aber man kann sicher­ge­hen, das jede noch so kleinste Hoff­nung berech­tigt ist: Indem man alles gibt. Immer. Olić.

Mit die­ser Ein­stel­lung ist Olić ein beson­de­rer Mensch und ein tat­säch­li­cher Profi. Das mögen man­che belä­cheln, es mag nicht modern sein, und er würde mit die­ser Ein­stel­lung gewiss auch nie­mals einen Mara­thon­lauf gewin­nen. Aber auf dem Weg, da würde er ein Tor machen. Min­des­tens.

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+365

Kaum zu glau­ben, dass es ein Jahr her sein soll, dass Klins­mann am Ende war, Bay­ern am Ende schien; es wirkt eher wie eine Dekade. Junge Spie­ler, die vor einem Jahr noch kaum jemand kannte, sind heute Leis­tungs­trä­ger. Spie­ler, die ver­lo­ren schie­nen, erstar­ken neu – van Bom­mel wurde vom Ellen­bo­gen zum Kopf der Mann­schaft, Schwein­stei­ger nähert sich der WM-Form von 2006 an, Lahm ist wie­der wach, Altin­top.

Die lang ver­misste Sicher­heit ist zurück, das liga­weit gefürch­tete Selbst­ver­trauen ist wie­der da. Und so her­aus­ra­gend die Ein­zel­leis­tun­gen auch waren – Rob­ben in den letz­ten Spie­len, Ivica Olić heute – so sind sie in die­ser Häu­fig­keit nur als Resul­tat tak­ti­scher Per­fek­tion zu ver­ste­hen: Die Sou­ve­rä­ni­tät des Bay­ern­sie­ges gegen Lyon ist eine Sou­ve­rä­ni­tät van Gaals. Diese Sai­son ist eine Sai­son der Trai­ner, es fol­gen End­spiele im Wochen­takt: Van Gaal gegen Magath, gegen Schaaf, van Gaal gegen Mourinho oder Guar­diola. Der Hol­län­der ist auf dem bes­ten Weg, den FC Bay­ern zu einem Meis­ter­stück zu machen.

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