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Vor eini­gen Stun­den unter­hielt ich mich mit einer Freun­din über den Anspruch einer authen­ti­schen Hal­tung in der Kom­mu­ni­ka­tion, es ging um Pri­va­tes und griff dann über auf die kom­mu­ni­ka­ti­ven Aspekte der Kunst, das Schau­spiel oder die Musik, das gespro­chene Wort oder das Schrei­ben als jenen Aspekt, der mir am nächs­ten ist. Es ist mir mitt­ler­weile ent­glit­ten, das Schrei­ben, und nicht mehr nor­ma­ler Teil mei­nes All­tags, aber gerade im Schrei­ben nahm ich jenen Unter­schied immer beson­ders deut­lich wahr, zwi­schen einer rein tech­ni­schen Her­an­ge­hens­weise und dem Rin­gen um ein wahr­haf­ti­ges Füh­len und Den­ken und dem Anspruch, die­sen Zustand auch in eine Form des Lesens zu ret­ten, das bei jenem unbe­kann­ten Gegen­über zu einem ver­gleich­ba­ren Zustand führt, Schrei­ben als so etwas wie ein Vehi­kel für Seins­zu­stände.

Das Bewusst­sein der Rah­men­be­din­gung beein­flusst die eigene Hal­tung, es ver­än­dert das Sein, und einer der schwie­ri­gen Aspekte des Schrei­bens besteht in dem Rin­gen um Eman­zi­pa­tion von die­sem Bewusst­sein. Das gelingt nicht immer, auch gibt es kei­nen ruhi­gen Ort am Ende eines wie auch immer gegan­ge­nen Weges, an dem man sich sicher sein kann – all das ist ein fort­wäh­ren­der Pro­zess, und der Befrei­ung des einen Moments folgt einer erneu­er­ter Zustand, dem man erneut auch miss­trau­isch begeg­nen muss, wie sich selbst.

Daran musste ich den­ken, und an die dahin­ter lau­ern­den Ver­wir­run­gen, als ich vor­hin Olli­vier Pour­riol und Raphaël Ent­ho­ven zuhörte, wie sie über Fuß­ball spra­chen, und über die wech­sel­sei­tige Beein­flus­sun­gen von Spiel und Spie­lern, Zuschau­ern, Medien, und für mich beson­ders neu und beein­dru­ckend auch dar­über, wie die Dar­stel­lung von Fuß­ball seine Ent­wick­lung beein­flusst.

Sehens­wert und inspi­rie­rend: Phi­lo­so­phie: Fuß­ball auf arte.