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Lesereise
Aktion Libero

Es waren auf­re­gende Tage, nun bin ich end­lich dazu gekom­men, einige der vie­len indi­vi­du­elle Texte zur Aktion Libero zu lesen. Meine ers­ten, per­sön­li­chen Favo­ri­ten unter­schei­den sich sehr in Form und Inhalt:

Wer @heinzkamke kennt, weiß um seine behut­same und respekt­volle Art, umso über­rasch­ter war ich über die kla­ren Worte, die er für seine Moti­va­tion fand, »Ist das alles?« fragt er, und er fin­det gute Ant­wor­ten. Der rup­pige Herr Kamke gefällt mir.
ange­dacht: »Ist das alles?«

Der @Chemieblogger über­schreibt sei­nen Text mit »Nach­den­ken«, und auch ich werde das noch gründ­li­cher tun müs­sen: Iden­ti­fi­ka­tion bedeu­tet Exklu­sion, Ver­weise auf die Ver­drän­gungs­me­cha­nik des eige­nen Ras­sis­mus, schwere Kost, aber das Thema muss ja auch nicht zwin­gend zum Nach­tisch gereicht wer­den.
Che­mieb­log­ger: »Nach­den­ken«

Beson­ders @_catenaccio hat mich über­rascht, mit einem sehr per­sön­li­chen Text, der von Prä­gung und Ent­wick­lun­gen erzählt, von der Chance zu wach­sen und seine Sicht­wei­sen zu ver­än­dern, zu ler­nen. Der Text gibt ein Gefühl von der Hoff­nung, die zumin­dest ich auch mit der Aktion Libero ver­binde, dass eben aus einer eher for­ma­len Auf­merk­sam­keit eine sub­stan­ti­elle Acht­sam­keit erwächst. Das ist leben­dig.
cate­n­ac­cio: »Aktion Libero«

Auch wenn ich nur sel­ten im Sta­dion bin, der Text vom @spielbeobachter ist mir nah: »Been­den wir die Angst« erzählt von der Ver­wand­lung des Ichs zum Teil des viel­köp­fi­gen Tiers. Beein­dru­ckend klar in der Erkennt­nis, dass auch wir selbst Ver­ant­wor­tung tra­gen.
spiel­be­ob­ach­ter: »Been­den wir die Angst.«

Der Bei­trag von Frau @Jeky spannt einen sehr wei­ten Bogen von rei­nen Fak­ten in schlüs­si­gem Zusam­men­hang, über den eige­nen Ver­ein FC St. Pauli bis hin zu einem Fazit, das mir beson­ders gefällt: Dass es nach allen Gedan­ken, Inter­pre­ta­tio­nen und Ver­wei­sen am Ende: um Liebe geht.
Fabu­lous Sankt Pauli: »Aktion Libero«

6 Kommentare

  1. danke fürs ver­lin­ken. fürs initi­ie­ren. fürs lesen. fürs ver­ste­hen. danke.

    ps. warum warst du über­rascht?

    • Das kann ich gar nicht so genau sagen: Viel­leicht liegt es daran, dass ich mich sel­ten davon frei machen kann, bei aller Offen­heit den­noch ver­schwom­mene Vor­stel­lun­gen davon zu haben, was die Men­schen so tun, die ich im Netz kenne. Bei Dir habe ich beson­ders dane­ben gele­gen, ich hatte etwas Küh­le­res erwar­tet – ohne dass ich das als wer­tend gele­sen sehen möchte – und habe mich sehr gefreut, dass mich erneut die eige­nen Bil­der der Ande­ren im Kopf über den Hau­fen gerannt haben. Das mag ich.

  2. Rup­pigs­ten Dank!

    @jens:
    Ich kann die Über­ra­schung gut nach­voll­zie­hen. Und gebe zu, dass ich Dich, offen­sicht­lich zu unrecht, bis­her nicht in ers­ter Linie als Erzäh­ler von Kindheits- und ähn­li­chen Geschich­ten gese­hen habe (trotz ein­zel­ner schö­ner Geschich­ten, an die ich mich erin­nere).