Es gibt Dinge, die mir im Fußball rätselhaft bleiben, seltsamerweise wachsen sie nach. Momentan sind es zwei besondere Begriffe, die mich verwirren, und sie tun es aus unterschiedlichen Gründen.
Zugriff
Die Generation der Konzepttrainer hat Ideen mitgebracht, sie taten es wortreich. Wir haben keinen Zugriff bekommen, irgendwann muss ich das zum ersten Mal gehört haben, aber ich erinnere mich nicht, es war sicher Klopp. Es ist immer Klopp, wenn das Spiel neu erfunden wird. Ich erinnere mich nicht an das erste Mal, aber ich erinnere mich an mein Staunen über die Schlüssigkeit dieses Begriffs, den ich niemals zuvor gehört hatte.
Zugriff und Fußball, zumindest in diesem Zusammenhang kannte ich das zuvor nicht, Zugriff und Polizei, das schon eher. Hätte man eigentlich längst drauf kommen können, ist ja viel besser. Schon klar, dass man manchmal nicht ins Spiel kommt, aber das ist was anderes, es fehlt eine wesentliche Komponente: das Kämpferische, nicht ins Spiel kommen, das steckt noch viel zu viel Spiel drin, es mangelt an Freiheitsentzug. Aber jetzt gibt es ihn ja.
Schnucki
Auch mir fehlt der Zugriff, ich begreife die Frauen in meiner Timeline nicht. Zumindest will mir das nicht gelingen, sobald es um Schnucki geht: Es wird über Fußball geredet, fachkundig, und dann taucht aus der Tiefe des Raumes ein besonderer Mann auf, wer auch immer das sein mag, er verweigert sich meiner Recherche. Kein Länderspiel bisher, so viel scheint sicher. Schnucki muss ein Spieler von Bayern München sein, das jedenfalls habe ich mittlerweile erkennen können, nur welcher? Vielleicht ist es Schweinsteiger, oder Müller, manchmal denke ich, es muss Gomez sein, nur um Minuten später zu zweifeln. Vielleicht sind ja sie alle irgendwie Schnuckis, und irgendwann und für eine hat jeder im Kader seine schnuckeligen 15 Minuten, keine Ahnung. Ich müsste mal fragen. Eigentlich keine schlechte Idee: »Wer genau ist eigentlich Schnucki?«
Und während ich auf die Antwort warte, da mache ich mir schon mal Gedanken darüber, wer dieser Hase ist. Auf den habe ich nämlich auch keinen Zugriff.
Update vom gleichen Nachmittag:
Wie es in diesem Universum um Schnucki und Hase bestellt ist, erfährt man bei Twitter. Wer wissen möchte, was es nun wieder mit Duckie auf sich hat … der findet auch hierzu die Auflösung. Und dann war da noch die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen.
02/10/2011 @ 23:33
Schon alleine, um Euch Männern den Überblick zu erleichtern, twittere ich über meinen »Schnucki« schlicht (und völlig bescheiden) gerne »Das ist MEIN Mladen«.
(Nein, nicht Pralija.)
02/10/2011 @ 23:56
Bei »Zugriff« ist, zumindest in meinem Kopf, Klopp eher unschuldig. Ist für mich ein Tuchelwort.
02/10/2011 @ 23:58
Und vielleicht sollte ich ergänzen: Tuchel darf das, Klopp auch. Problematisch wird es, wenn Steffen Simon, den ich an dieser Stelle gern als pars pro toto sähe, ohne einem seiner Kollegen zu nahe treten zu wollen, mit einsteigt.
@Pleitegeiger:
Sah doch ganz schnucklig aus, der Pralija, oder?
03/10/2011 @ 00:47
@Pleitegeier: Ja, ich habe das mitbekommen. Musste sehr schmunzeln wegen des Fotos, dass Du neulich dann doch noch beim @stadtneurotikr einsehen wolltest …
@heinzkamke: Kann gut sein, das mit dem Tuchel (wobei ich ja sowieso immer das Gefühl habe, dass er der kleine Bruder vom Klopp ist – bliebe also in der Familie, gedanklich). Tuchel, Klopp, Simon, in ein paar Wochen werde ich diesen Begriff auch vom Trainer der zweiten Frauenmannschaft im Vorbeigehen hören, unten am Main, dann wird er in der Mitte der Gesellschaft angekommen sein. Vielleicht schafft er es ja auch in andere Bereiche, ich bekomme keinen Zugriff auf dieses Thema, und so weiter.
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